Sind Gebühren für die Kreditvermittlung zulässig?

Posted by Netzgeld.biz Finanzredaktion on September 5th, 2009

Ein Kreditvermittler lebt davon, dass er Verbrauchern Kredite vermittelt, die Gebühren für die Kreditvermittlung werden auch Provisionen genannt. Der § 15 des Verbraucherkreditgesetzes besagt, dass ein Kreditvermittler nur dann Anspruch darauf hat, sich seine Kreditvermittlungsaktivitäten bezahlen zu lassen, wenn es auch tatsächlich zu einer Kreditvermittlung kommt und dem Kreditsuchenden ein Darlehen ausgezahlt wird.

Die Gebühren für die Kreditvermittlung sind abhängig von der Höhe des vermittelten Kredites. In der Regel muss der Kreditnehmer diese nicht in einem Betrag zahlen. Die Kreditvermittlungsgebühren werden in die Raten eingerechnet und monatlich getilgt, sodass ein vermittelter Kredit für einen Kreditnehmer immer teurer ist als ein selbst beantragter Kredit direkt bei der Bank. Dennoch haben Kreditvermittler Hochkonjunktur und regen Zulauf, insbesondere von Kreditsuchenden, die aufgrund ihrer Bonität bei deutschen Banken und Kreditinstituten keinen Kredit bekommen würden. Den Kredit ohne Schufa, den Schweizer Banken an deutsche Kreditnehmer vergeben, bekommt man ausschließlich über einen Kreditvermittler.

Gebühren für die Kreditvermittlung dürfen aber nicht erhoben werden, wenn es nicht zu einer erfolgreichen Kreditvermittlung kommt. Kreditvermittler, die vom Kunden Vorkosten verlangen, arbeiten nicht seriös. Doch gerade auf diese Angebote fallen immer wieder Kreditsuchende herein. Meistens gerade die, denen über Werbung versprochen wird, dass Kredite auch in schwierigen oder gar aussichtslosen Fällen vermittelt werden können. Wer dringend Geld braucht, kann wahrscheinlich nicht mehr logisch denken, welche Bank sollte aus welchem Grund einem Kunden, der laut Schufa seine Kredite nicht zurückzahlt und der keine Arbeitseinkommen hat, weil er Leistungen nach den Hartz-IV-Gesetzen bezieht, einen Kredit geben. Banken brauchen Sicherheit, auch die Banken in der Schweiz wollen in erster Linie ihr verliehenes Geld mit Zinsen wieder zurückhaben.

Wer sich in seiner Not oder aus Bequemlichkeit an einen Kreditvermittler wendet, der sollte immer darauf achten, dass die Vermittlungsgebühr erst fällig wird, wenn es zur Vermittlung gekommen ist. Von Kreditvermittlern, die schon im Vorfeld Gebühren verlangen, sollten Kreditsuchende sich fernhalten. Deren Interesse ist der Verkauf von Versicherungsverträgen und nicht wirklich die Kreditvermittlung. Häufig berichten Kreditsuchende, dass sie am Ende keinen Kredit bekamen, dafür aber zwei zusätzliche Versicherungen, für die der Vermittler natürlich Provisionen bekommt, und die Kosten für die Vermittlungstätigkeit zu tragen hatten.
Die Bearbeitung von Kreditanfragen und das Vermittlungsbemühen müssen kostenfrei sein, wenn eine Kreditvermittlung nicht erfolgreich abgeschlossen werden kann.

Tags: , , , , ,

Comments are closed.